Kräuter

Die Grosse Brennnessel

Urtica dioica

 

Botanisches

Die Brennnessel besitzt Brennhaare und herzförmige, sitzovale und grobgesägte Blätter. Die Rispe stellt sich als Blüte dar und blüht von Juli bis September.

 

Auszugsmöglichkeiten

Teezubereitung, Alkoholauszug als Tinktur aus der Wurzel, Kaltauszug für Kopfwäsche, Umschläge und Fußbäder.

 

Wirkung und Verwendung

In der Volksmedizin wird Brennnesseltee als dreiwöchige Trinkkur gegen Leber- und Gallenleiden, Milzerkrankungen,  bei Verschleimung des Magens und der Atmungsorgane, bei Magenkrämpfen, Darmgeschwüren und Lungenerkrankungen vorgeschlagen. Um die wertvolle Wirkstoffe zu erhalten, wird der Tee nur gebrüht. Vorbeugend trinkt man Brennnesseltee jedoch nur eine Tasse täglich das ganze Jahr über. Bei Viruserkrankungen und Bakterien-Ausscheidungen ist sie ebenfalls ein hervorragender Helfer.

 

Auch schreibt Maria Treben über Erfolge bei Kopfschmerzen, Nieren- und Harngrießbildungen, schweren Bluterkrankungen, Allergie, gichtischen und rheumatischen Erkrankungen. Gefäßverengung, Durchblutungsstörungen, Herzkranzgefäßverengungen, Hühnerauge, Nagelpilz, Müdigkeit, Ischias, Hexenschuss, Nervenentzündungen.

Vgl.: Treben M.: Maria Treben, Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Ratschläge und Erfahrungen mit Heilkräutern, Ennsthalter Verlag Steyr, 96. Auflage 2018, Seite 21


An Blatt und Stängel der Brennnessel sitzen Brennhaare, die Nadelspitzen ähneln. Bei Berührung der Brennhaare bricht das Köpfchen ab welches mit Kieselsäure eingelagert ist. Diese Flüssigkeit strömt auf die Haut, welches Rötungen und Brennen hinterlässt. Auch kann es zu schmerzhaften Pustelbildungen kommen. Das Zerreiben von Springkrautstängel, Löwenzahnstängel oder Spitzwegerichblätter lindert durch Auftragen des gewonnenen Saftes die betroffene Körperstelle.